Aktueller Sachstand zur Interkommunalen Kläranlage

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

wir, die zweite Bürgermeisterin und Bürgermeister sowie die Verwaltungen der beteiligten Gemeinden Baudenbach, Gutenstetten, Münchsteinach und Uehlfeld, werden Sie künftig regelmäßig an dieser Stelle über den aktuellen Stand des Projekts „Interkommunale Kläranlage“ informieren.

Mit dem Bau der neuen Kläranlage wurde bereits begonnen. Bis Ende dieses Jahres soll ein wesentlicher Teil des Rohbaus fertiggestellt sein. Im kommenden Jahr wird der Rohbau – abhängig von der Witterung – abgeschlossen. Anschließend folgen die weiteren Baugewerke, bevor im Herbst 2027 die Maschinen- und Anlagentechnik eingebaut wird. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Mitte 2028 vorgesehen. danach erfolgt das schrittweise Hochfahren der Anlage.

Parallel dazu werden insgesamt 43 Kilometer Druckleitungen verlegt und neun Pumpstationen errichtet. Die erste Druckleitung von Baudenbach nach Gutenstetten ist bereits nahezu vollständig fertiggestellt. Im Herbst beginnen die Arbeiten für die Leitungen von Altershausen über Mittelsteinach und Münchsteinach nach Gutenstetten sowie weiter nach Pahres. Die weiteren Leitungsabschnitte folgen anschließend Schritt für Schritt.

Darüber hinaus müssen die bestehenden Mischwasserbauwerke, wie Regenüberlaufbauwerke und Regenrückhaltebecken, saniert oder neu errichtet werden. In den kommenden Jahren stehen außerdem umfangreiche Kanalsanierungen sowie der Rückbau der bisherigen Kläranlagen an.

Es handelt sich um eines der größten Infrastrukturprojekte unserer Region, das für die beteiligten Gemeinden mit erheblichem organisatorischem und finanziellem Aufwand verbunden ist.

Umso erfreulicher ist, dass die ersten Ausschreibungen für den Bau der Kläranlage – insbesondere für den Gebäudebau sowie die Maschinen- und Steuerungstechnik – sehr positiv verlaufen sind. Die Aufträge konnten insgesamt rund 900.000 Euro unter den kalkulierten Kosten vergeben werden. Auch die Gespräche mit dem Landkreis über die Aufnahme der Deponiegewässer stehen kurz vor dem Abschluss. Dies wird sowohl bei den Investitionskosten als auch später im laufenden Betrieb zu einer spürbaren Entlastung führen.

Da die Abwasserentsorgung eine sogenannte kostenrechnende Einrichtung ist, sind die Gemeinden gesetzlich verpflichtet, die entstehenden Kosten auf die Nutzer umzulegen. Dies erfolgt über Herstellungs- bzw. Verbesserungsbeiträge sowie über Gebühren. In der Gemeinderatssitzung des Marktes Uehlfeld vom 26.03.2026 wurde beschlossen, die Kosten jeweils zur Hälfte über Beiträge und Gebühren zu finanzieren.

Die konkrete Höhe der Beiträge hängt von den jeweiligen Grundstücks- und Geschossflächen ab. Die hierfür erforderlichen Flächenermittlungen wurden bereits durch das Büro kdbpeter durchgeführt. Derzeit arbeiten die beteiligten Gemeinden gemeinsam mit den Ingenieurbüros intensiv daran, sämtliche Fördermöglichkeiten auszuschöpfen, um die Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten. Erst danach können belastbare Aussagen zur tatsächlichen Höhe der Beiträge und Gebühren getroffen werden.

Eine gewisse Entlastung ergibt sich daraus, dass die Beiträge voraussichtlich nicht auf einmal, sondern in mehreren Raten erhoben werden können.

Wir wissen, dass die damit verbundenen Kosten für viele Bürgerinnen und Bürger eine Herausforderung darstellen werden. Gleichzeitig ist es unsere gemeinsame Verantwortung, die Abwasserentsorgung langfristig sicherzustellen und unsere Gemeinden zukunftsfähig aufzustellen.

Die bestehenden Kläranlagen sind teilweise deutlich in die Jahre gekommen und können die heutigen technischen und rechtlichen Anforderungen nur noch eingeschränkt erfüllen. Die neue interkommunale Lösung ermöglicht es, die Abwasserentsorgung dauerhaft wirtschaftlich, umweltgerecht und technisch auf einem modernen Stand zu sichern.

Wir können dabei auf die sorgfältige Vorarbeit unserer Vorgängerinnen und Vorgänger aufbauen und werden das Projekt nun gemeinsam verantwortungsvoll, transparent und mit dem notwendigen Augenmaß weiterführen.

Ihre 2. Bürgermeisterin und Bürgermeister

Carina Scherer

Johannes Hudezeck

Dietmar Rückert

Thomas Jordan